Reifen Ratgeber

Reifenbezeichnungen

205/55 R16 91V

205 =  Reifenbreite in mm 

55   =  Verhältnis Höhe zu Breite in Prozent  

R     =  Radialbauweise 

16   = Felgendurchmesser (Zoll)

91   = Tragfähigkeitskennzahl

V     = Geschwindigkeitssymbol

 

M+S

Bei einem M+S-Reifen sind Laufflächenprofil, Laufflächenmischung oder Bauart so ausgelegt, dass die Fahreigenschaften bei Schnee gegenüber einem normalen Reifen verbessert werden — vor allem beim Anfahren oder bei der Stabilisierung der Fahrzeugbewegung.

Das „Schneeflockenzeichen“ kennzeichnet Winterreifen entsprechend den UNECE Regelungen gültig in der EU und zahlreichen weiteren Ländern. Die Schneeeigenschaften dieser Winterreifen müssen in Form von Tests nachgewiesen werden und vorgeschriebene Mindestanforderungen erfüllen. Diese Reifen sind auf Schnee, vereisten Straßen und im Allgemeinen bei tiefen Temperaturen außerordentlich leistungsfähig hinsichtlich Sicherheit und Kontrolle.

Reifenprofil

Bei höheren Geschwindigkeiten, oder wenn ein geschlossener Wasserfilm auf der Fahrbahn steht, kann sich ein Wasserkeil zwischen Reifen und Fahrbahn schieben. Die Reifen können aufschwimmen (Aquaplaning), und das Fahrzeug kann nicht mehr dirigiert werden.
Aber nicht nur in solchen extremen Situationen ist ein ausreichend tiefes Reifenprofil entscheidend. Schon bei geringeren Geschwindigkeiten erhöht sich mit abgefahrenen Reifen das Risiko eines Unfalles, besonders bei Nässe.


Wie wichtig die Profiltiefe ist, zeigt die untenstehende Grafik: der Bremsweg ist fast doppelt so lang bei einem abgefahrenen Reifen (Profiltiefe 1,6 mm) im Vergleich zu einem neuen Reifen (Profiltiefe etwa 8 mm).

In den meisten europäischen Ländern ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vorgeschrieben; spätestens dann müssen die Reifen ersetzt werden.

 
Um die Leistungsfähigkeit ihrer Reifen zu erhalten, sollten Autofahrer Sommerreifen aber schon bei 3 mm Profiltiefe austauschen und Winterreifen bei 4 mm. Außerdem sollten auf allen vier Radpositionen Reifen mit gleicher Profilausführung und zumindest achsweise mit gleicher Profiltiefe montiert werden.

Reifendruck

Der Reifen-Fülldruck muss den unterschiedlichen Belastungen und Betriebsbedingungen angepasst werden. Eine Kontrolle des Fülldruckes erfolgt immer an kalten Reifen. Durch die Erwärmung des Reifens während der Fahrt erhöht sich der Reifen-Fülldruck, er soll dann aber nicht korrigiert werden. Ein zu niedriger Fülldruck belastet den Reifen und führt zu übermässiger Erwärmung in der Walkzone, welche dann eine Beschädigung der Bereifung zur Folge hat. Reifen-Fülldrücke müssen immer achsweise gleich sein,  können aber zwischen Vorder- und Hinterachse durchaus differieren.

 

Der Reifen-Fülldruck sollte regel mäßig ca. alle 2 Wochen oder zusätzlich bei besonderen Belastungen wie einer langen Reise (hohe Geschwindigkeit, schweres Gepäck) kontrolliert werden. Ein nicht den Belastungen angepasster Fülldruck kann die Fahrstabilität und den Geradeauslauf des Fahrzeuges erheblich beeinträchtigen.

Auch das Reserverad sollte nicht vergessen werden, um jederzeit einsatzbereit zu sein.
 

Winterreifen sollten mit einem um 0,2 bar höheren Luftdruck gefahren werden. Dadurch wird die niedrigere Außentemperatur in den Wintermonaten kompensiert.
 

Größere Luftverluste zwischen den Kontrollen deuten auf Schäden hin, die  überprüft und behoben werden müssen.

Winterreifen

M+S kennzeichnet Reifen, die insbesondere  für Matsch und Schnee gestaltet sind eine Europäische Norm. Eine bestimmte Winterperformance wird damit nicht definiert.

Da viele Ganzjahresreifen eine unzureichende Winter-Eigenschaften aufweisen, wurden in den USA Testbedingungen und Mindestanforderungen für das „Snow Flake” Symbol festgelegt.

Wer auch bei Eis, Schnee und niedrigen Aussentemperaturen auf höchste Fahrsicherheit nicht verzichten will, sollte auf Winterreifen umsteigen. Wenn es draußen kalt wird, ist auf nassen und glatten Fahrbahnen ein Winterreifen überlegen. Ab 4°C wird ein Wechsel auf Winterreifen  dringend empfohlen.

Winterreifen müssen besonderen Anforderungen genügen, so dass die gesetzliche Mindestprofiltiefe von

1,6 mm nicht ausreicht. Bei einer Rest-Profiltiefe von 4 mm ist die Grenze der Wintertauglichkeit erreicht. Wir empfehlen, dass Winterreifen  spätestens bei einer Profiltiefe von 4 mm durch neue ersetzt oder im Sommer weiter gefahren werden.

Reifenaufbau und Herstellung